Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 23. Jun 2018, 15:03

Hallo zusammen,
Schon im Jahr 2014 hat Dieter Leder seine hervorragende - und sicher mit enormem Rechercheaufwand verbundene - Dokumentation mit diesem Thema im "Zeppelin Post Journal" Vol.8 Nr. 2-4 veröffentlicht. Sollte es mir gelingen, meine Sammlung "Südamerikafahrt 1930" einmal ausstellungsmäßig aufzuziehen, werden viele meiner Belege wesentlich aussagefähiger und spannender beschrieben werden können :P

Aber zuerst möchte ich auf einen Nebeneffekt dieser Dokumentation eingehen, der vermutlich bisher noch niemandem aufgefallen ist (gut möglich, dass auch Dieter Leder selbst es nicht bemerkt hat):
Auf Seite 4 des Winter-Hefts (Vol.8, No.4) schreibt er

"Über Bahia sind drei Postbeutel abgeworfen worden: der aus Friedrichshafen enthielt 827 Briefe und 1.220 Karten, der aus Berlin 34 Briefe und 100 Karten und der mit der Bordpost enthielt 35 Briefe und 198 Karten."
Die Fußnote (81) zum Quellenverzeichnis nennt die Tageszeitung aus Rio "Diario Carioca" vom 27. Mai 1930.

Schon seit den 1930er Jahren sind die Beförderungszahlen zur Südamerikafahrt 1930 weitgehend bekannt. Eine Tabelle, die mir nur als Fotokopie vorliegt und nach meinen Informationen aus einem Heft der "Sieger Post" stammt, zeigt diese Zahlen in übersichtlicher Form. Kontrollieren kann man hier die über Bahia abgeworfene Bordpost: statt 198 Karten laut "Leder" werden hier 200 gelistet, statt 50 Briefen kennt "Leder" nur 35. Sicher ist es nicht einfach, diese Differenz zu klären - gut möglich, dass die alte Tabelle auch Bordpostbriefe enthält, die dann versehentlich nicht abgeworfen wurden -, aber wichtig ist diese kleine Differenz nicht:

In Anbetracht der Tatsache, dass keine spanische Post über Bahia abgeworfen wurde und amerikanische Post (wenn überhaupt) nur in wenigen Stücken, lässt sich die in der alten Tabelle gewünschte Ergänzung der "Fragezeichen-Felder" für Bahia durchführen. Bei der "Berliner Post" sind nur die 4 Danzig-Belege abzuziehen, bei der Post aus Friedrichshafen die Summe der Zuleitungsbelege (mit der marginalen Unsicherheit, dass es vielleicht auch Ungarn-Post gibt) sowie der korrigierten Bordpost. Siehe Anlage 2!

Viele Grüße
Alfred
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Anlage 2
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 23. Jun 2018, 17:21

Hallo zusammen,
das Zitat aus dem "Journal" Vol.8 No.4 auf Seite 4 zum Postabwurf Bahia möchte ich gerne noch fortsetzen. Nach der Fussnote 81 ist zu lesen:

"Die über Bahia abgeworfene Post wurde weitgehend auf dem Seeweg weitergeleitet. Einige Belege wurden mit der Condor auf dem planmäßigen südgehenden Südflug weitergeleitet (22. Anschlussflug)"

Jetzt kann ich die Beschreibung meiner interessanten Karte um die Information "befördert per Condor-Flugboot 'Olinda' nach Rio de Janeiro" ergänzen. Nicht erforderlich für die Luftpost-Beförderung war die zusätzlich frankierte Condor-Marke; auf Seite 15 zeigt Leder einen Brief mit "normaler" Frankatur, der gleich behandelt wurde. (Spannend wäre es, wenn der Sieger-Katalog in einer neuen Auflage ( :?: :?: :?: ) die Variante "Bordpost nach Bahia mit Condor-Zusatzfrankatur" bezeichnen müsste: vielleicht "57.bacc)" ?) Die Karte zeigt übrigens rückseitig die Handschrift von Schönherr.

Auch ein weiterer Beleg aus meiner Sammlung lässt sich jetzt noch ausführlicher beschreiben: der aus USA via Friedrichshafen nach Bahia adressierte Brief wurde bereits in Recife entladen (über Bahia abgeworfene amerikanische Post kann ich nicht zeigen). Die Belegbeschreibung kann ergänzt werden "per Condor-Flugboot 'Gaucho' nach Bahia befördert".

Viele Grüße
Alfred
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 23. Jun 2018, 20:43

Hallo zusammen,

an anderer Stelle - auf Seite 10 des "Journal" Winter 2014 - nennt Leder zur Zeppelinpost bis Rio de Janeiro ebenfalls eine Stückzahl der beförderten Belege:
"In Rio de Janeiro werden insgesamt zwölf Säcke mit Zeppelinpost ausgeladen, darin befinden sich 10.125 Zeppelinbelege im Gesamtgewicht von 400 Kilogramm"
Per Fussnote (98) wird auf die Quelle der Zeitung "O Paiz" vom 28. Mai 1930 hingewiesen.

Da ist es natürlich reizvoll, ähnlich wie bei der Post nach Bahia die Stückzahl der beförderten deutschen Briefe und Postkarten zu ermitteln. Aber leider ist das nicht so einfach, denn niemand kennt meines Wissens die Stückzahl der brasilianischen Belege, die für die 63. Fahrt des Luftschiffs in Recife an Bord genommen wurden. Aber immerhin: addiert man die die bekannten Stückzahlen der Post aus den Vertragsstaaten, dazu die aus USA nach Rio geleitete Post (339 Karten und 100 Briefe) sowie die in Sevilla eingeladene spanische Post (498 Karten, 1.222 Briefe), dann fehlen eigentlich nur eine Handvoll (?) Ungarn-Belege (ganze 2 aus der Wolff-Sammlung waren in den letzten Jahren auf dem Markt) ... und erhält eine Summe von 2.014 Karten und 2.376 Briefen. Das bedeutet im Ergebnis, dass 4.935 deutsche Zeppelinbriefe und Karten (minus maximal 2-300 brasilianische Poststücke) aus Friedrichshafen und Berlin befördert wurden.

Ein Problem habe ich mit der Angabe zum Gewicht: 400 Kilogramm geteilt durch 10.125 Briefe und Karten ergeben ein durchschnittliches Gewicht von 39,5 Gramm :roll: bei einem maximal erlaubten Höchstgewicht von 20 Gramm pro Beleg ...

Da erscheint mir die in der "Zeppelinpost" Nr.3/4 1978 im Artikel von Hanns Schlotter genannte Zahl wahrscheinlicher. Dort steht auf Seite 121:

"Der LZ127 „Graf Zeppelin“ hatte für die 6373 km der Etappe Sevilla –Recife (Pernambuco) 61 h 52 min benötigt. Es befanden sich 62 Personen, darunter 34 Passagiere, sowie 650 kg Post an Bord. Nach einem Aufenthalt von 28 h 39 min erfolgte der Start zur Weiterfahrt nach Rio de Janeiro am 24.5.30 um 03:59 h (MEZ). Für diese Etappe über Bahia (Postabwurf) – Rio (Postabgabe) befanden sich noch 167 kg Post an Bord.


Dieser nicht ganz unwahrscheinlichen Gewichtsangabe ist zu entnehmen, dass vor der Weiterfahrt nach Rio de Janeiro ein Großteil der nach Lakehurst, Havanna und die Rundfahrt zu befördernde Post in Recife bis zur zweiten Landung zwischengelagert wurde.

Im Übrigen bin ich auch mit den anderen von Leder genannten Gewichtsangaben skeptisch: bei der aus Norden nach Recife beförderten Post (aus Parahyba und Natal) glaubt er selbst auch nicht an die Angabe von 25 Kilogramm, aber auch die 30 Kilogramm Zeppelinpost aus Bahia erscheinen mir deutlich zu hoch.

Vielleicht müsste man diese Zahlen noch einmal verifizieren.

Viele Grüße
Alfred
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon TALLTREES » 30. Jun 2018, 12:46

Hello Alfred. I can show this interesting Postcard. Sent by the famous airmail collector and dealer S.Bayer who was very active in Italian aerophilately. Austrian despatch cancelled "WIEN 14.5.30-10" cancelled with Austrian Airmail stamps (3 Schilling, 45 Groschen) addressed to Mr Emil Werzinger, Bale, Suisse, Mail drop "BAHIA" one of only 153 pieces dropped, there is no final destination arrival stamp?.
Talltrees.
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 30. Aug 2018, 15:21

Hallo zusammen,

Hurra, @ZEPPELIN is back on stage !

Endlich, finally - jetzt bin ich zuversichtlich, dass es hier auch weitergeht!

"Zur Feier des Tages" zeige ich meinen "besten" Brief zum Thema Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930.
Zur Belegbeschreibung verwende ich das relevante Blatt meines 1-Rahmen-Exponats, das ich zu einem ArGe-Wettbewerb in Luxemburg meiner Brasilien-ArGe beigesteuert habe.

Viele Grüße
Alfred
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Brasilianische Post der Südamerikafahrt 1930 LZ127 „Graf Zeppelin_ Mermoz-Brief.jpg
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 1. Sep 2018, 11:23

Hallo zusammen,
eigentlich möchte ich diesen Thread noch etwas fortsetzen, wobei ich mich sehr über euere Beteiligung - oder Feedback - freuen würde. Wichtiger (und häufiger zu finden) als Transatlantik-Zuleitungen zur Südamerikafahrt 1930 sind die innerbrasilianischen Zuleitungen per Condor-Flugzeugen, die in der Leder-Dokumentation im "Journal" 2-4/2014 beschrieben sind.
Einen Brief aus Pelotas möchte ich vorstellen. Die Stadt mit einer Condor-Agentur liegt 240 km südlich von Porto Alegre, von wo aus die Post auf der Südroute der Condor-Fluglinie zweimal wöchentlich nach Rio de Janeiro befördert wurde. Mit dem planmäßigen Flug am 22. Mai 1930 - laut Leder dem 19. Anschlussflug, durchgeführt zunächst von der "Gunabara", ab Rio von der "Jangadeiro" - kam mein Brief via Rio nach Recife, von wo aus er per Luftschiff nach Friedrichshafen und von dort aus terrestrisch nach Italien weiterbefördert wurde.
Vermutlich war der Absender der Ansicht, dass er die Beförderung nach Recife (und die Einschreibegebühr (?)) mit der 2 Milreis Condor-Marke zusätzlich frankieren musste. Erstaunlich ist die schnelle terrestrische (?) Beförderung des Briefs von Pelotas nach Porto Alegre: der Auflieferungsstempel zeigt ebenfalls den 22. Mai 1930.
Viele Grüße
Alfred
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 24. Mär 2019, 14:44

Hallo zusammen,

wann es war, daran kann ich mich nicht mehr genau erinnern – es ist schon einige Jahre her -, dass mich Dieter Leder eines Tages anrief und mich fragte, ob ich brasilianische Post aus Städten im Süden Brasiliens kenne, die bei der SAF 1930 auf der Innerbrasilianischen Etappe von Rio de Janeiro nach Recife befördert wurde. Ich musste nicht lange nachschauen: bei den relativ wenigen Belegen, die aus anderen Städten als Rio oder Recife stammten, war keiner dabei, der nicht mindestens bis nach Lakehurst befördert wurde.

Über den Grund von Dieter Leders Anfrage habe ich mir seinerzeit keine Gedanken gemacht; erst vor ein paar Tagen, als ich den anliegend vorgestellten Brief erwerben konnte, habe ich mich daran erinnert.
Inzwischen ist mir klar, dass Dieters Leders Frage mit seinen Untersuchungen zu den Condor-Anschlussflügen zur SAF 1930 in Zusammenhang stand, deren Ergebnisse er 2014 im „Journal“ veröffentlichte: sicher suchte er nach Belegen, die am 23. Mai 1930 mit dem 19. Anschlussflug von Porto Alegre nach Rio de Janeiro befördert wurden. Auf Seite 25 von Vol.8, Nr. 3 Herbst 2014 des „Journal“ schreibt er:
„In Porto Alegre startet die Gunabara zum planmäßig nordgehenden Südflug und fliegt mit sämtlichen Zwischenlandungen nach Rio de Janeiro. Das Flugzeug bringt die gesamte brasilianische Zeppelinpost aus Südbrasilien mit ...“

Auf der gleichen Seite schreibt Leder von der Anweisung Eckeners, die Zeppelinpost aus Rio de Janeiro zusammen mit den vier für Nordamerika gebuchten Passagieren von Rio de Janeiro per Condor-Flugzeug nach Recife zu fliegen.

Wir wissen, dass diese Regelung nicht für die Innerbrasilianisch zu befördernde Post galt; neben der in Rio aufgelieferten wurde auch die aus Südbrasilien stammende nach Recife adressierte Post mit dem Luftschiff und nicht mit der Jangadeiro befördert.

Auch die Adresse des Briefs ist interessant: der Empfänger ist der damalige Chefpilot des Syndicato Condor Ltda., Rudolf Cramer von Clausbruch, den man auch bei Wikipedia findet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Cr ... uch_(Pilot)
Gut möglich, dass es von Clausbruch selbst war, der seinen Brief nach Rio de Janeiro beförderte ...

Viele Grüße
Alfred
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Re: Anschlussflüge zur Südamerikafahrt 1930

Beitragvon Alfred » 24. Mär 2019, 18:03

Hallo zusammen,

eine Neuerwerbung für meine Sammlung möchte ich noch zeigen, die hierher passt. Trotz des ramponierten Zustands der Karte – ein früherer Eigentümer hielt es für erforderlich, die Siegernummer 59.H mit Filzstift zu notieren – finde ich sie interessant: Freistempler-Frankaturen sind auch bei der brasilianischen Post keine Massenware, obwohl sie nicht wie bei der deutschen Post verboten waren; auch der Poststempel aus Sao Paulo (der brasilianischen Staatspost), der offensichtlich schon vor der Frankatur der Condor-Marke abgeschlagen wurde, macht die Karte interessant.

Aber auf den zweiten Blick gibt es eine weitere Besonderheit: bis heute habe ich noch kein Provisorium ZP8 (10.000 auf 20.000 Milreis) gesehen, das bei einer Condor-Agentur südlich von Rio de Janeiro verwendet wurde.

Das führt zur Frage nach dem Erstverkaufstag der Condor-Marken. Dr. Artur Knoth hat in seiner umfangreichen Internet-Dokumentation zur brasilianischen Post zur SAF 1930 ( -> http://www.aknoth.commercial.de/Phil/stamps.html ) zum Stichwort EVT geschrieben:

„Much more research on this aspect is still sorely needed.“

Richtig ist, dass Michel und Sieger da nicht sehr hilfreich sind: beide notieren für die Nummern ZP1-ZP3 sowie ZP4-ZP6 (Aufdruck USA) den 16. 5.1930 als Ausgabetag. Glaubt man der Angabe „14./21.5.1930“ bei den beiden Provisorien ZP7 und ZP8, dann wären die (zumindest teilweise ?) schon vor den nicht überdruckten Marken ausgegeben worden.
Dazu stellt sich eigentlich nur die Frage, wer da den Druckfehler von wem abgeschrieben hat ...

Ich halte Dr. Knoths Resümee bezüglich der Ausgabetermine für realistisch:

Stamps Official First Day EKU
#1 - #6 13.5.30
#7 17.5.30
#8 21.5.30
#10 23.5.30 22.5.30

Allerdings wirft das Datum 21.5.1930 für ZP8 die Frage auf, wie diese Marken rechtzeitig nach Sao Paulo gekommen sind, um schon am 22.5. dort zur Verfügung zu stehen. In Dieter Leders Dokumentation im „Journal“ zu den Zuleitungsflügen lesen wir auf Seite 12 Vol.8 Nr. 3 Herbst 2014: „In Rio de Janeiro startete (am 20. Mai 1930) das Condor-Flugzeug Jangadeiro zum planmäßigen Südflug nach Porto Alegre ...“

Folgt man Leders Auflistung der relevanten Flüge, mussten eigentlich die Überdruck-Marken da schon an Bord gewesen sein ...

Übrigens kam mir die Karte irgendwie bekannt vor: Siehe da, in der Sommer-Ausgabe 2014 des „Journals“, wo Leder die Planung der Anschlussflüge beschreibt, zeigt er auf Seite 14 einen „Zwilling“ meiner Karte aus der ehemaligen Sammlung von Karlheinz Wittig, deutlich besser erhalten als meine (ebenfalls mit einem kleinen Stempelfragment unter der Condor-Marke). Mit diesem Beleg sollte die der geplante Beförderung der südbrasilianischen Post nach Rio de Janeiro dokumentiert werden. (s. unten)
Erstaunlich: ist Dieter Leder die Verwendung des Provisoriums ZP8 in Sao Paulo nicht aufgefallen? Oder hat er andere Erkenntnisse bezüglich der Ausgabetermine als Dr. Knoth?

Viele Grüße
Alfred
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Journal Sommer 2014 Seite 12.jpg
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Alfred
 
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