Mischfrankaturen

Re: Mischfrankaturen

Beitragvon TALLTREES » 18. Nov 2011, 13:01

Hello again. I have in my collection this "MIXED FRANKED" Postcard, i will give you some information about it. This Postcard was sent from Brussells and was franked with 2 Air (1Fr 50c) cancelled @ BRUSSEL LUCHTHAVEN (AEROPORT) on what appears to be "30.11.38-18" (single cancel), then forwarded on to "FRANKFURT (MAIN)" from here it was put on the "SUDENTLAND FLIGHT" (SST) where a 50 PF Postage Stamp was affixed to cover this leg ? and cancelled (2 CANCELS) " -1.12.38 -18", then the Mail was transported drop "REICHENBERG" " 2.12.38-18 " (single cancell no logan), then from Reichenberg it was returned back to "FRANKFURT (MAIN) where a 25 PF Luftpost stamp was added to cover the cost of the return trip back to Brussells cancelled ( 13.12.38 -14) (no arrival stamp). This is my own version of the journey of this Postcard, "PLEASE" correct if incorrect.
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 24. Nov 2012, 21:31

Hallo zusammen!

Nach langer Pause kann ich in diesem Thread wieder einmal etwas zeigen:

Im südbadischen Weil am Rhein bereitete ein Sammler einen Brief vor, der mit der Südamerikafahrt 1930 nach Havanna befördert werden sollte. Portorichtig frankierte er hierfür 8 RM (mit einem Randpaar der MiNr. 439 mit deutlichen Druckzufälligkeiten). Aber er entschloss sich, den Brief im benachbarten Basel in den Briefkasten zu werfen und frankierte deshalb zusätzlich 30 Rappen für einen Schweizer Auslandsbrief bis 20 Gramm (nach dem Tarif von 1924).

Anders als die „normale“ Schweizer Zuleitungspost, die fast einheitlich den Stempel „Romanshorn – 16.V.30 15“ als einzigen Entwerter zeigt, wurde bei meinem Brief lediglich die Schweizer Frankatur in Basel (am 12.Mai) entwertet, die deutsche Frankatur mit dem Stempel des Friedrichshafener Postamts vom 18. Mai 1930.

Wie ich es sehe, war man in Basel clever genug, den Brief an das Postamt Friedrichhafen zu schicken, obwohl er vorschriftswidrig nicht unter Umschlag dahin adressiert war. Was wäre eigentlich passiert, wenn man ihn aus Basel an die Schweizer Sammelstelle für Zeppelinpost nach Romanshorn geschickt hätte? Wäre die deutsche Frankatur mit dem dortigen Stempel entwertet worden?

Viele Grüße
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon TALLTREES » 25. Nov 2012, 10:50

Hello Alfred. I have already shown this Postcard in this thread but it has many similarities to the Cover you have just shown although not on the same flight (1930 SAF), and it was even sent by the same sender as the Cover you have shown.
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 27. Nov 2012, 17:49

Hello TALLTREES !

A really interesting topic!

My first idea concerning your card: there was a time in 1929 and (beginning) 1930, where double franking of German and Swiss stamps wasn’t necessary anymore but still tolerated. -> Sieger-Katalog Page 380.

But your card from the “Basel-Fahrt” Sieger 95.a) definitely doesn’t suit to this variety – and is in all aspects parallel to my new cover: both come from Germany, close to the Swiss border, both where delivered in Switzerland – on the other side of the river respectively over the lake – some days in advance to the particular flights, and both are additionally franked for the transport to Friedrichshafen.

It’s possible, that Mr. Sutzberger (?) moved from Weil am Rhein to Friedrichshafen in the summer of 1930, but probably he created the Pan-America-Flight letter together with his good friend (?) in Weil am Rhein Mr. Lais (?), who wrote his own address on the front of the cover.

Probably there are more Zeppelin-documents from this sender. Does anybody know more about him?

Best regards
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon TALLTREES » 28. Nov 2012, 16:01

Hello Alfred. Here is another Postcard sent by Mr Sutzberger (?) (not mine) originally sent from Romanshorn 18.X.30, to Friedrichshafen, then put on the LZ 127 on the "Landing flight to Mannheim", posted just over a week later than the last Postcard i showed (Basel-Fahrt) and duplicates the Basel- Fahrt Postcard in the way it has been franked and sent. I can find lot's of Zeppelin mail from different flights sent by Mr Sutzberger but none pre the 1930 SAF.
Talltrees.
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 28. Nov 2012, 18:35

Hello TALLTREES !
Thanks for showing! I think, we should call this busy an hard working collector Guy Sulzberger. If my cover was his first attempt to create a mixed-franking-document, then it could be true, that he moved from Weil am Rhein to Friedrichshafen.
Best greetings
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 25. Feb 2013, 18:35

Hallo zusammen,

Hier habe ich eine Karte, die ich euch nicht vorenthalten will. In mancher Hinsicht erinnert sie stark an eine weit bekannteren Karte, die der gleiche Absender - Herr Kapitänleutnant a.D Joachim Breithaupt - wohl gleichzeitig geschrieben hat, in Recife bei der Condor-Agentur abstempeln ließ, wieder einsteckte, nochmals frankierte, nochmals abstempeln ließ (beim Bordpostamt) und wieder einsteckte ....
Einen Scan der Breithaupt-Karte, auf die ich anspiele, habe ich etwas weiter oben in diesem Thread schon gezeigt.

Als ich diese Karte einem allseits bekannten Zeppelinpost-Fachmann und entschiedenen Verteidiger des Parahyba-Provisoriums zeigte, erkannte er darin sofort ein weiteres Echtheits-Indiz für die Michelnr. ZP.9 . Ich sehe das etwas differenzierter: wie seine Mitreisenden Flemming und Schönherr hatte Breithaupt während des zweiten Aufenthalts in Recife Gelegenheit, Herrn Öhlckers aus Parahyba zu treffen, der ihnen seine eigenen "Provisoriums-Kreationen" zusammen mit den offiziellen (ZP.7, ZP.8 und ZP.10) überließ.

Übrigens: ich bin gerne bereit, die weiter oben gezeigte Mischfrankatur mit dem fragwürdigen Provisorium ZP.9 gegen meine über jeden Verdacht erhabene Karte mit den Provisorien ZP.8 und ZP.10 plus Eckener-Autogramm zu tauschen (Wer weiß, vielleicht liest der Eigentümer mit ... ;) .)

Viele Grüße
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 15. Nov 2013, 14:57

Hallo zusammen,

die Zeppelinpost-Kreationen von Signore Bayér aus Rom sind hier schon ausführlich kommentiert worden. In der Regel sind seine mit italienischer Frankatur "ergänzten" Belege nicht besonders katalogisiert - zumindest war der Postweg unterbrochen, wenn sie nicht sogar nachträglich manipuliert waren …
Anders sieht es allerdings bei "meiner" Südamerikafahrt 1930 aus:

hier erwähnt insbesondere der Michel-Katalog sehr ausführlich Bayér's "Vatikan/Italien/Deutsches Reich MiF" unter der Rubrik "Besonderheiten und Zuleitungen", meist sogar mit der (geringen) Anzahl beförderter Karten und Briefe, aber auch im Sieger-Katalog werden sie bei der Zuleitungspost genannt und hoch bewertet.

Obwohl ich gewisse Zweifel habe, dass es sich hier um "echte" Mischfrankaturen - ohne Unterbrechung des Postwegs - handelt und den Verdacht habe, dass die Katalogeintragungen durch Händler-Einflussnahme entstanden sind, habe ich mich entschlossen, zumindest einen dieser Belege für meine Sammlung zu erwerben.

Zeigen kann ich die mit Abstand "häufigste" Destination - Sieger nennt 49 Belege nach Sevilla. (Alle katalogisierten Destinationen zu komplettieren, dürfte auch mehr als nur ein finanzielles Problem darstellen …)

Viele Grüße
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon Alfred » 31. Okt 2014, 15:13

Hallo zusammen,

nachdem ich beim Stöbern in älteren Threads zufällig auf @Pasols interessanten Luftpostbrief aus Uruguay vom Juni 1930 stieß (-> viewtopic.php?f=26&t=555 ), möchte ich zum Stichwort "Mermoz" - erste Überquerung des Südatlantiks mit einem Postflugzeug - meine Neuerwerbung vorstellen, die zwar nur ganz nebenbei, aber doch auch zu meinem Sammelgebiet "Südamerikafahrt 1930" passt:

Es handelt sich um einen eingeschriebener Brief ab Triesenberg vom 8.5.30 nach Pernambuco „via Marseille“ mit 4 Franken Mischfrankatur Liechtensteiner Frei- und Sondermarken mit einer Schweizer Flugpostmarke.
Frankiert wurde portorichtig für einen Auslands-Brief: 30 Rp., Einschreibezuschlag 40 Rp. für Ausland, Flugpostzuschlag Brasilien 2 x 165 Rp. pro 5 Gr. bei 10 Gr. Gewicht.

Die Beförderung führte ab 9.5.30 mit Luft Hansa oder Airunion per Luftpost ab Genf nach Marseille (Flugpost-Transitstempel vom 9. und 10.5.30 geflogen und von dort mit der Aéropostale nach St. Louis (Sénégal). Vom 12. auf den 13. Mai 1930 ab St. Louis mit dem Wasserflugzeug Latécoère 28 „Comte de la Vaulx“ (F-AJNQ mit der Mannschaft: JEAN MERMOZ / Pilot, DABRY / 2. Pilot und GIMIÉ / Radio) in 21:30 Stunden mit dem ERSTFLUG über den Südatlantik befördert (rückseitiger Ankunftstempel: Pernambuco 5a Seccao-Manha 13 Mai 30).
In Recife (Pernambuco) umadressiert nach Basel / Schweiz und mit 10.500 Reis in brasilianischen Marken neu frankiert (Sonderstempel Condor – Zeppelin 28 Mai 30) und mit der ZEPPELINPOST via Lakehurst (US-Rhombenstempel) zurück nach Friedrichshafen (rückseitiger Maschinen-Ankunftstempel 6.6.30) befördert.

Viele Grüße
Alfred
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Re: Mischfrankaturen

Beitragvon pasol » 2. Sep 2016, 10:34

Hallo zusammen,

...sollte nach einer langen Pause fortgesetzt werden... ;)

Die interessante Brief vom Besatzungsmitglied Max Pruss während Weltrundfahrt 1929 (die letzte Etappe) mit Mischfrankaturen USA+DR ab Lakehurst/USA bis Friedrichshafen(Hans Sander #139).
Mit geltend Amerikanische Frankatur 1,20 USD (31.08.1929) in Lakehurst ausgeliefert und es an Bord (02.09.1929) neufrankiert mit 2RM Briefmarke mit Bordstempel und Sonderstempel des Fahrt.

Gruss,
pasol.
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